Heinz Holliger

Heinz Holliger

* 21. Mai 1939
Herkunftsland: Schweiz

In Kürze:

Trio
27. Mai 2012 | Remise - Ittingen - Schweiz

Sonate
3. Juni 2012 | Grand Théâtre - Genève - Schweiz

Chronologie

1939
Geboren am 21. Mai in Langenthal (Schweiz)
1950

Oboenunterricht bei Emile Cassagnaud in Bern

1953
erste Kompositionen (Kammermusik, Lieder, Bühnenmusik)
1956
Studium am Berner Konservatorium bei Emile Cassagnaud (Oboe) und Sándor Veress (Komposition)
1958
Abitur in Burgdorf, Lehrdiplom am Konservatorium in Bern
1958/59

Studium am Pariser Conservatoire bei Yvonne Lefèbre (Klavier) und privat bei Pierre Pierlot (Oboe)

1959
Erster Preis für Oboe beim Internationalen Musikwettbewerb in Genf
1959-63
Solo-Oboist der Basler Orchester-Gesellschaft
1961

Erster Preis für Oboe beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD, München

ab 1961
Schallplattenaufnahmen und weltweite Auftritte als Solo-Oboist
1961-63
Kompositionsunterricht bei Pierre Boulez
1963/65
erstes Bühnenwerk "Der magische Tänzer": aus der Gegenüberstellung zweier Menschen und Marionetten zwischen Alltag und Magie resultiert ein "Ausbruch aus dem Privaten ins Universum" (Nelly Sachs)
ab 1965
Professor an der staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau
ab 1968
Mit "h für Bläserquintett und "Dona nobis pacem" für Singstimmen wendet sich Holliger von einer Ästhetik der absoluten Kontrolle über die Tonhöhen ab und beginnt mit Geräuschen und phonetischen Elementen als kompositorischem Material zu arbeiten
1970

Pneuma: körperliches Erleben des Atemvorganges, auf die "riesige Lunge" (Holliger)des Bläserensembles übertragen, treibt die Geräuschmusik zum klanglichen Extrem und zur physischen Grenze: Zerstörung (Tod)

ab 1975
ständiger Gastdirigent bei Paul Sachers Basler Kammerorchster
1975
Beginn der Auseinandersetzung mit Hölderlin: der erste "Jahreszeiten" -Zyklus entsteht
1976/77
"Come and Go / Va et vien / Kommen und Gehen": multiple Figuren auf dreigeteilter Bühne in drei Sprachen, Text von Samuel Beckett
1978

Beginn der "Übungen zu Scardanelli" mit "Sommerkanon IV"

1978/79
Zyklus II und III der "Jahreszeiten"
1980/83
"(t)air(e)" für Flöte solo, später der Fokus des Scardanelli-Zyklus´,zu lesen als "taire" ("verschwiegen"), "air" ("Arie", "Lied", aber auch "Luft", "Atem"), "te" ("Dich")
1985
Kompositionspreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins

Als eine Art Klangtagebuch werden die Scardanelli-Hölderlin-Werke ("Die Jahreszeiten", "(t)air(e)", "Übungen zu Scardanelli") zum "Scardanelli-Zyklus" zusammengefaßt, eine Musik, "Bei der eine Starrheit da ist, fast eine Paralyse" (Holliger)
1986
"Zwei Liszt-Transkriptionen": Versuch, "Liszts von allen harmonischen Fesseln befreite Spätwerke in meine eigene Sprache hinüberzuschreiben"
1987
Mitbegründer (zusammen mit Jürg Wyttenbach und Rudolf Kelterborn) des Basler Musikforums
1987/88
Léonie-Sonning-Musikpreis der Stadt Kopenhagen und Frankfurter Musikpreis, Holliger stiftet die Preisgelder "Greenpeace" und dem "Ensemble Modern"
1989
Kunstpreis der Stadt Basel
1990/91
"Beiseit": 12 Lieder nach Gedichten von Robert Walser
1991
"Alb-Chehr": die "Geischter- und Älplermüsig" schafft als schwyzerdeutsche Erzählung mit authentischen Instrumenten, Tanzelementen und lärmendem "Geischtervolk" eine Synthese von schweizer Volksmusik und moderner Tonsprache

Ernst-von-Siemens-Musikpreis

"Ostinato funebre", bislang letzter Beitrag zum "Scardanelli-Zyklus"
1992/93
"(S)irató", Monodie für großes Orchester, zu lesen als "Sirató" (ungarisch: "Totenklage", "Klagegesang") und "irato" (italienisch: "zornig")
1993/94
Composer-in-Residence des Orchestre de la Suisse Romande
1994
Kompositionspreis der Fondation Prince Pierre de Monaco für "(S)irató"
1995
Premio Abbiati der Biennale Venezia für "Scardanelli-Zyklus"

"Violinkonzert"
1998
Composer-in-Residence der Luzerner Festwochen