Wolfgang Fortner
* 12. Oktober 1907
† 5. September 1987
Herkunftsland: Deutschland
In Kürze:
Bluthochzeit
Dirigent: Hilary Griffiths
13. Januar 2013 | Theater - Wuppertal - Deutschland
Chronologie
studierte Wolfgang Fortner am Konservatorium der Stadt Leipzig (Komposition bei Hermann Grabner, einem Schüler Max Regers und Orgel bei Karl Straube) und an der Universität Leipzig (Musikwissenschaften bei Theodor Kroyer, Philosophie bei Hans Driesch und Germanistik bei Hermann August Korff).
5. April: Mit dem Vertrag über die 1928 entstandenen Vier Marianischen Antiphonen für Chor und Orchester begann die Zusammenarbeit mit dem Schott-Verlag.
beendete Fortner das Studium mit dem Staatsexamen für das künstlerische Lehramt an Höheren Schulen.
Unmittelbar im Anschluss wurde er als Dozent für Komposition und Musiktheorie an das neu errichtete Evangelische Kirchenmusikalische Institut der badischen Landeskirche in Heidelberg (heute: Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg) verpflichtet, an dem er bis 1954, unterbrochen nur von kurzzeitigen Einberufungen in den Kriegsjahren, unterrichtete.
war Wolfgang Fortner zusammen mit Wolfgang Steinecke, dem damaligen Kulturreferenten und Leiter des Kulturamtes der Stadt Darmstadt, an der Gründung der Kranichsteiner Ferienkurse für Neue Musik (heute: Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt) aktiv beteiligt; bis in die späten 50er Jahre wirkte er dort als Dozent.
rief Wolfgang Fortner in Zusammenarbeit mit dem Süddeutschen Rundfunk in Heidelberg die Konzertreihe musica viva ins Leben.
berief ihn die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) in den Beirat.
ernannte ihn die Akademie der Künste, (West-)Berlin, Sektion Musik zu ihrem Mitglied; später übernahm er den Vorsitz der Sektion Musik.
unterrichtete er als Professor für Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau; 1964 richtete die Staatliche Hochschule für Musik auf seine Initiative hin das Institut für Neue Musik ein.
wirkte Wolfgang Fortner als Präsident der Deutschen Sektion der IGNM (Internationale Gesellschaft für Neue Musik) und arbeitete in verschiedenen Ausschüssen in Bonn mit.
Bach-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg (nach Paul Hindemith 1951, Philipp Jarnach 1954 und Boris Blacher 1957)
übernahm Wolfgang Fortner als Nachfolger von Karl Amadeus Hartmann die Leitung der musica viva-Konzerte in München; er betreute diese Konzertreihe des Bayerischen Rundfunks zusammen mit Ernst Thomas bis zum Jahr 1978.
ernannte ihn die Dramatiker-Union, Deutschlands ältester überregionaler Autorenverband (gegründet 1871 in Leipzig), zu ihrem Präsidenten.
Gastdozenturen führten ihn u.a. nach Österreich, Térésopolis (Brasilien) und nach Tanglewood/Massachusetts, wo er Kurse mit dem Bostoner Symphonieorchester leitete.
Ehrungen anlässlich des 70. Geburtstags 1977:
Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Ehrendoktortitel der Ruprecht-Karl-Universität Heidelberg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Ehrenbürger der Staatlichen Hochschule für Musik Heidelberg-Mannheim
Richard-Benz-Medaille für Kunst und Wissenschaft der Stadt Heidelberg
Goldene Ehrennadel der Dramatiker-Union
am 5. September starb Wolfgang Fortner in Heidelberg.
Kalender
schott aktuell
Neue CDs und DVDs












