Benjamin Schweitzer
* 26. Juli 1973
Herkunftsland: Deutschland
Weitere Informationen:
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Profil
Leichtigkeit – Schnelligkeit – Genauigkeit – Anschaulichkeit – Vielschichtigkeit – Konsistenz: Diese Begriffe, Kapitelüberschriften von Italo Calvinos "Sechs Vorschlägen für das nächste Jahrtausend", sind mir in den letzten Jahren zu ästhetischen Leitlinien geworden, deren zentrale – Konsistenz, also Haltbarkeit – sich aus der Überlagerung der ersten fünf Begriffe ergibt: eine Kunst, die standhält, aushält – eine der wichtigen Voraussetzungen für Modernität in einem zeitlosen Sinn. (Benjamin Schweitzer)
Benjamin Schweitzer wurde am 26. Juli 1973 in Marburg geboren. Bereits im Alter von 16 Jahren begann er ein Vorstudium in den Fächern Komposition, Musiktheorie und Klavier an der Hochschule für Musik in Lübeck; bald folgten erste Aufführungen seiner Werke und Preise bei Kompositionswettbewerben. 1993 bis 1998 studierte Schweitzer Komposition (bei Wilfried Krätzschmar), Musiktheorie (bei Jörg Herchet) und Dirigieren (bei Christian Kluttig) an der Dresdener Hochschule für Musik. Zudem absolvierte er an der Sibelius-Akademie in Helsinki die Meisterklasse von Paavo Heininen. Bereits während seines Studiums war Schweitzer auch als Pianist und Dirigent im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig. 1997 gründete er als künstlerischer Leiter das Dresdner ensemble courage, das sich bald einen internationalen Ruf erwarb. Ende 2005 gab Schweitzer die Leitung des Ensembles ab, um sich vorrangig auf seine Arbeit als Komponist und Dozent zu konzentrieren. Neben Lehraufträgen an der Hochschule für Musik und der Universität Dresden, erhielt er Einladungen zu zahlreichen Kongressen. Beim Kammermusikkurs des Deutschen Musikrates 2001 und beim Jeunesse Moderne-Kurs 2003 wirkte er als Dozent und composer in residence; außerdem wurde er zu spartenübergreifenden Akademien wie „Choreographen und Komponisten“ (AdK Berlin 2002) und der „Opernwerkstatt Ligerz“ eingeladen. 2009 unterrichtete er erstmals bei der Kompositionswerkstatt für die Preisträger des Bundeswettbewerbs in Weikersheim. Schweitzer lebt als freischaffender Komponist in Berlin und Finnland.
Das Hauptgewicht von Schweitzers Arbeit liegt auf dem Gebiet der Kammer- und Ensemblemusik. Darüber hinaus hat er sich beginnend mit der im Jahr 2000 uraufgeführten Kammeroper Jakob von Gunten (1998) – auf ein eigenes Libretto nach Robert Walser – zunehmend dem Musiktheater in vorwiegend kleineren Besetzungen zugewandt. In Zusammenarbeit mit dem Choreographen Martin Nachbar entstand das Tanztheaterprojekt anordnen/verschieben für fünf Instrumentalisten und drei Tänzer, das 2004 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden uraufgeführt wurde.
Kompositionsaufträge erhielt Schweitzer von Institutionen wie dem Siemens Arts Program, dem Konzerthaus Berlin, der Münchener Biennale, der Bayrischen Staatsoper, Deutschlandradio, dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau und Spektrum Villa Musica Rheinland-Pfalz. Seine Werke werden bei Festivals und Konzertreihen wie Lucerne Festival, Berliner Festspiele, UltraSchall Berlin, Time of Music Viitasaari, Huddersfield Festival, Dresdner Tage der Zeitgenössischen Musik und Heidelberger Frühling aufgeführt. 2007 fand ein Porträtkonzert in der Reihe „Klangspuren“ der Münchener Biennale statt; 2009 war Schweitzers Ensemblestück achteinhalb (Uraufführung 2007) der deutsche Beitrag bei den Weltmusiktagen ISCM in Schweden.
Zu den Preisen und Stipendien, mit denen Schweitzer ausgezeichnet wurde, gehören der Förderpreis der Stadt Halberstadt (1991), der Förderpreis des Sächsischen Musikbundes (1999), Stipendium Künstlerhaus „Chretzeturm“ Stein am Rhein (2001), Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (2002), Stipendium "Cité Internationale des Arts" Paris (2004/05), Berliner Kompositionsstipendium (2006), Stipendium Deutsches Studienzentrum Venedig (2007), Niedersächsisches Nachwuchsstipendium Künstlerhof Schreyahn (2007/08). Von Peter Eötvös wurde er für einen Stipendienaufenthalt im Herrenhaus Edenkoben im Frühjahr 2010 ausgewählt.
Benjamin Schweitzer wurde am 26. Juli 1973 in Marburg geboren. Bereits im Alter von 16 Jahren begann er ein Vorstudium in den Fächern Komposition, Musiktheorie und Klavier an der Hochschule für Musik in Lübeck; bald folgten erste Aufführungen seiner Werke und Preise bei Kompositionswettbewerben. 1993 bis 1998 studierte Schweitzer Komposition (bei Wilfried Krätzschmar), Musiktheorie (bei Jörg Herchet) und Dirigieren (bei Christian Kluttig) an der Dresdener Hochschule für Musik. Zudem absolvierte er an der Sibelius-Akademie in Helsinki die Meisterklasse von Paavo Heininen. Bereits während seines Studiums war Schweitzer auch als Pianist und Dirigent im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig. 1997 gründete er als künstlerischer Leiter das Dresdner ensemble courage, das sich bald einen internationalen Ruf erwarb. Ende 2005 gab Schweitzer die Leitung des Ensembles ab, um sich vorrangig auf seine Arbeit als Komponist und Dozent zu konzentrieren. Neben Lehraufträgen an der Hochschule für Musik und der Universität Dresden, erhielt er Einladungen zu zahlreichen Kongressen. Beim Kammermusikkurs des Deutschen Musikrates 2001 und beim Jeunesse Moderne-Kurs 2003 wirkte er als Dozent und composer in residence; außerdem wurde er zu spartenübergreifenden Akademien wie „Choreographen und Komponisten“ (AdK Berlin 2002) und der „Opernwerkstatt Ligerz“ eingeladen. 2009 unterrichtete er erstmals bei der Kompositionswerkstatt für die Preisträger des Bundeswettbewerbs in Weikersheim. Schweitzer lebt als freischaffender Komponist in Berlin und Finnland.
Das Hauptgewicht von Schweitzers Arbeit liegt auf dem Gebiet der Kammer- und Ensemblemusik. Darüber hinaus hat er sich beginnend mit der im Jahr 2000 uraufgeführten Kammeroper Jakob von Gunten (1998) – auf ein eigenes Libretto nach Robert Walser – zunehmend dem Musiktheater in vorwiegend kleineren Besetzungen zugewandt. In Zusammenarbeit mit dem Choreographen Martin Nachbar entstand das Tanztheaterprojekt anordnen/verschieben für fünf Instrumentalisten und drei Tänzer, das 2004 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden uraufgeführt wurde.
Kompositionsaufträge erhielt Schweitzer von Institutionen wie dem Siemens Arts Program, dem Konzerthaus Berlin, der Münchener Biennale, der Bayrischen Staatsoper, Deutschlandradio, dem Europäischen Zentrum der Künste Hellerau und Spektrum Villa Musica Rheinland-Pfalz. Seine Werke werden bei Festivals und Konzertreihen wie Lucerne Festival, Berliner Festspiele, UltraSchall Berlin, Time of Music Viitasaari, Huddersfield Festival, Dresdner Tage der Zeitgenössischen Musik und Heidelberger Frühling aufgeführt. 2007 fand ein Porträtkonzert in der Reihe „Klangspuren“ der Münchener Biennale statt; 2009 war Schweitzers Ensemblestück achteinhalb (Uraufführung 2007) der deutsche Beitrag bei den Weltmusiktagen ISCM in Schweden.
Zu den Preisen und Stipendien, mit denen Schweitzer ausgezeichnet wurde, gehören der Förderpreis der Stadt Halberstadt (1991), der Förderpreis des Sächsischen Musikbundes (1999), Stipendium Künstlerhaus „Chretzeturm“ Stein am Rhein (2001), Arbeitsstipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (2002), Stipendium "Cité Internationale des Arts" Paris (2004/05), Berliner Kompositionsstipendium (2006), Stipendium Deutsches Studienzentrum Venedig (2007), Niedersächsisches Nachwuchsstipendium Künstlerhof Schreyahn (2007/08). Von Peter Eötvös wurde er für einen Stipendienaufenthalt im Herrenhaus Edenkoben im Frühjahr 2010 ausgewählt.
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