Don Quixote tanzt Fandango
Komponist: Viktor Ullmann
Instrumentierung: Bernhard Wulff
Ouvertüre für Orchester (1944)
Nach dem Particell instrumentiert von Bernhard Wulff (1994)
Uraufführung: 2. September 1995 Luzern, Internationale Musikfestwochen · Tschechische Philharmonie · Dirigent: Gerd Albrecht
Orchesterbesetzung: Picc. · 2 (2. auch Picc.) · 3 (3. auch Engl. Hr.) · 3 (2. auch Es-Klar., 3. auch Bassklar.) · 3 (3. auch Kfg.) - 4 · 3 · 3 · 1 - P. S. (Trgl. · hg. Beck. · Tamb. · Rührtr. · kl. Tr. · gr. Tr. · Kast. · Glsp. · Xyl.) (3 Spieler) - Hfe. · Cemb. - Str.
Verlag: Schott Music
Aufführungsdauer: 15' 0''
Ausgabe: Dirigierpartitur
Aufführungsmaterial - leihweise
Beschreibung
Die Begleitumstände der Entstehung dieser Musik sind tragisch: Viktor Ullmann schrieb seine spätromantische Orchesterouvertüre „Don Quixote tanzt Fandango“ im Jahr 1944 unter extremsten Bedingungen und mit unbezwingbarem Schaffensdrang während seiner Gefangenschaft im Konzentrationslager Theresienstadt, in dem er zwischen 1942 und 1945 gefangen war. Er vollendete sie nur wenige Monate bevor er nach Auschwitz gebracht und dort ermordet wurde. Was Ullmann lediglich auf Makulaturpapier skizziert hatte, vollendete Bernhard Wulff Ende der achtziger Jahre mit einer brillanten Orchestrierung. Das Ergebnis ist ein schillerndes Kaleidoskop voller Vitalität, Farbigkeit und Leidenschaft, das angesichts seiner Entstehungsumstände zum tragischen Zeitzeugnis wurde.
Aufnahmen
Orchestral Works (2010)
Viktor Ullmann
Philharmonie Brüssel · Gerd Albrecht (Dirigent)
GLOSSA
GCDSA 922208
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