Freiräume und Spannungsfelder

Herausgeber: Marion Demuth - Jörn Peter Hiekel
Generalherausgeber: Rolf W. Stoll

Reflexionen zur Musik heute

Kolloquium im Rahmen der 20. Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik

Verlag: Schott Music
Sprache: deutsch
Reihe: edition neue zeitschrift für musik
Serie: Neue Zeitschrift für Musik
256 Seiten - Hardcover
ISBN: 978-3-7957-0705-7
Bestell-Nr.: NZ 5015

Preis: 22,95 €
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Beschreibung

Das internationale Kolloquium «Freiräume und Spannungsfelder» des Europäischen Zentrums der Künste Hellerau und des Instituts für Neue Musik der Dresdner Hochschule für Musik untersuchte die Situation der Gegenwartsmusik aus verschiedenen Blickwinkeln. Ausgehend von ästhetischen Positionsbeschreibungen richtete es den Fokus auf bestimmte kulturübergreifende Spannungsfelder sowie auf verschiedene spezifische Erfahrungsräume im gegenwärtigen Musiktheater.

Namhafte Wissenschaftler und Komponisten beleuchteten zentrale Phänomene, Orientierungen und neue Tendenzen. Zugleich wurden wichtige generelle Fragen erörtert, die mit der Entwicklung der heutigen Kunst, mit ihren «Freiräumen», aber auch mit spezifischen Konflikten zu tun haben.


Pressestimmen:

«Mit seinem Untertitel ‹Reflexionen über Musik heute› benennt dieser Band […] sein Anliegen: die Situation der Gegenwartsmusik aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten zu wollen. […] Die Schwierigkeit eines solchen Unternehmens liegt auf der Hand; denn so sehr man auch darum bemüht sein mag, unterschiedlichen Positionen Raum zu geben, kann der Leser keine Vollständigkeit erwarten. Doch auch wenn man pragmatische Ansätze […] hier vermisst […], ist der Ansatz prinzipiell lobenswert, da es den Herausgebern gelungen ist, eine Vielzahl von ästhetischen Positionsbestimmungen zu dokumentieren, und dadurch der Fokus auf immer wieder andere Fragestellungen zu lenken. […] Besonders aufschlussreich wird der Band dagegen dort, wo er – allerdings nicht explizit formuliert, sondern dem Denken des Lesers überlassen – durchblicken lässt, dass die Krise der zeitgenössischen Musik zu einem großen Teil aus dem Verhalten ihrer Protagonisten resultiert …»
Stefan Drees auf www.klassik.com

Inhalt

SITUATIONSBESCHREIBUNG

Marion Demuth / Jörn Peter Hiekel: Vorwort

Harry Lehmann: Die Avantgarde als Nullpunkt der Moderne

Rainer Nonnenmann: Zur Ästhetik des Anästhetischen. Von tauben Flecken und ungenutzten Chancen der neuen Musik

Helga de la Motte: Gängelungen in Freiräumen

mathias spahlinger: dies ist die zeit der konzeptiven ideologien nicht mehr

Martin Kaltenecker: Spektrum des Spektralismus

Clemens Gadenstätter: Semantical Investigations. Vom akustischen Signal zum musikalischen Ereignis. Skizzen zu einer kompositorischen Poetik


PASSAGEN ZWISCHEN DEN KULTUREN

Walter Schmitz: Unerwünschte Passagen. Literatur «zwischen den Kulturen». Migration, Raumwandel in Mitteleuropa

Christian Utz: Stratifizierung und Analyse. Methoden und Diskurse interkulturellen Komponierens

Max Nyffeler: Der Reiz des Fremdgehens. Europäische Komponisten und außereuropäische Kulturen

Chaya Czernowin: Der Dialog als ein kompositorisches Modell

Hans-Klaus Jungheinrich: Gemeinsam Musikgeschichte schreiben? Deutsch-deutsche Erfahrungsdefizite in den letzten fünfzig Jahren. Beobachtungen und Randbemerkungen eines westdeutschen Musikjournalisten


ERFAHRUNGS- UND ENTFALTUNGSRÄUME IM NEUEN MUSIKTHEATER

Siegfried Mauser: Instrumentale Entgrenzungen. Strategien experimenteller Klangexpansion und deren aufführungspraktische Folgen

Mark Andre: Anmerkungen zum Begriff der Dramaturgie. Komposition für (…) Epistemologische Überlegungen

Martin Zenck: Intermedialität von Performance, Improvisation und Choreografie im Neuen Musiktheater. Drei Modelle von Sasha Waltz: «Dido and Aeneas« – «Körper« – «noBody»

Achim Freyer: Freyerräume

Christa Brüstle: «Ganz natürlich gehen». Zur Körperperformance im Musiktheater

Regine Elzenheimer: Dramaturgien der (Ver-)Störung. Zum zeitgenössischen Verhältnis von Musik und Theater

Katrin Stöck: Innenräume. Aktuelles Musiktheater zwischen Oper und Installation

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