An Brenton

Komponist: Hans Werner Henze
Vorwort: Ulrich Mosch
Übersetzer Vorwort (englisch): Lindsay Chalmers-Gerbracht
Übersetzer Vorwort (französisch): Dominique de Montaignac

Solo für Viola

Uraufführung: 15. Juni 1993 Zürich, bei der Trauerfeier für den Geiger und Musikerzieher Brenton Langbein (CH) · Jürg Dähler, Viola
Verlag: Schott Music
Aufführungsdauer: 2' 0''
Kompositionsjahr: 1993
Schwierigkeit: 5
Serie: Viola-Bibliothek
4 Seiten - Rückendrahtheftung
ISMN: 979-0-001-17282-0
Bestell-Nr.: VAB 72

Preis: 6,95 €
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Beschreibung

In Hans Werner Henzes Schaffen dominieren bei weitem die großen, repräsentativen musikalischen Gattungen mit ihrer reich differenzierten instrumentalen Farbpalette: Oper und Musiktheater im weiteren Sinne, Ballett, Solokonzert und Kantate sowie Musik für groß besetztes Orchester oder großes Ensemble. Kammermusik dagegen durchzieht zwar das Schaffen des Komponisten von Anbeginn bis heute, blieb aber eigentlich immer nur ein Nebenschauplatz. Unter den Kammermusikwerken findet sich auch eine beträchtliche Zahl von Gelegenheitskompositionen, die Henze zu besonderen Anlässen schrieb, meist als Hommage an Personen, die ihn kürzer oder länger auf seinem Lebensweg  begleiteten.

An Brenton
schrieb Henze im Juli 1993 für eine Feier zum Andenken an den kurz zuvor verstorbenen australischen Geiger Brenton Langbein. Er war lange Jahre Konzertmeister des von Paul Sacher gegründeten und geleiteten Collegium Musicum Zürich und später auch des Basler Kammerorchesters und betreute über viele Jahre auch eine Violinklasse an der Musik-Akademie Basel. Interessanterweise ist dieses Stück nicht für das Instrument des Geigers geschrieben, sondern für Bratsche solo. Es wurde am 15. Juli 1993 von Jürg Dähler uraufgeführt, einem der beiden Bratscher der von Langbein 1962 gegründeten Kammermusiker Zürich, die 1968 Henzes aus der Musik zu Volker Schlöndorffs Film Der junge Törless hervorgegangene gleichnamige Fantasia für Streichsextett (1967) uraufgeführt und Henzes Musik immer wieder auf die Programme gesetzt haben. Henze hatte Langbein, der 1972 das im Auftrag von Paul Sacher entstandene zweite Violinkonzert uraufführte, schon seit den sechziger Jahren gekannt. (Ulrich Mosch)

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