zeroPoints
Komponist: Peter Eötvös
for orchestra
Auftragswerk: Auftragswerk von London Symphony Orchestra, Kölner Philharmonie, Théâtre des Champs-Élysées, Carnegie Hall, Société Philharmonique de Bruxelles und Bruxelles 2000, Musikfestwoche Luzern, Edinburgh International Festival for Boulez 2000
Uraufführung: 27. Februar 2000 London, Barbican Hall (UK) · Dirigent: Pierre Boulez · London Symphony Orchestra
Orchesterbesetzung: 2 Picc. · 2 · 2 · Engl. Hr. · 3 (3. auch Es-Klar.) · Bassklar. · Sopransax. · Tenorsax. · 2 · Kfg. - 4 · 2 (1. auch Picc.-Trp.) · 3 · 1 - S. (I: gr. Tr. · Vibr. · Beck. [t.] · Tamt. [sehr tief] · Metall Chimes [Whisper] · Steel Drum [m.] · Trgl. [sehr hoch]; II: 1 P. · Vibr. · Röhrengl. · Beck. [m.] · Tamt. [t.] · Steel Drum [h.] · Trgl. [sehr hoch]; III: 3 P. · 2 Schellengeläute [hoch · sehr hoch]; IV: P. · Marimba · Glsp. · Röhrengl. · Beck. [m] · Tamt. [t.] · Steel Drum [h. - exotische Stimmung - 6 verschiedene unbestimmte Tonhöhen] · Trgl. [h.]; V: gr. Tr. · Marimba (1 Instr. f. 4. u. 5. Spieler) · Glsp. · Beck. [t.] · Tamt. [m.] · Crot. · Steel Drum [m.] · Trgl. [h.] · Reibtr. [sehr hoch]) (5 Spieler) - 2 Hfn. · Keyboard-Sampler (auch Cel.) - Str. (14 · 12 · 10 · 10 · 8 [ad lib. 4])
Sampler: for the sound CD and for technical instructions please contact the Peter Eotvos Composition Studio on www.eotvospeter.com
Verlag: Schott Music
Aufführungsdauer: 15' 0''
Kompositionsjahr: 1999
Aufführungsmaterial - leihweise
Beschreibung
Peter Eötvös verfolgt in seinem Orchesterstück zeroPoints zwei zentrale Motive, die in persönlichen Erinnerungen wurzeln. Als ein Auftragswerk für das London Symphony Orchestra und Pierre Boulez ist zeroPoints vor allem eine Art Hommage an den großen Komponisten, Dirigenten und Kollegen Boulez:
"Es ist eine unübliche Aufgabe, in gewisser Weise eine besondere Ehre für einen Komponisten-Dirigenten, ein Stück für einen anderen Komponisten-Dirigenten zu schreiben. Seit den 80er Jahren habe ich des Öfteren Boulez‘ Domaines dirigiert, und immer wieder frage ich mich, warum er hier die Taktzählung mit einer Null anstelle der gewohnten Eins beginnt. Aus Respekt vor dem Meister wagte ich daher nur, den Raum zwischen Null und Eins anzuvisieren, daher führen die Titel der einzelnen Sätze in zeroPoints von 0.1, 0.2 bis 0.9, ohne je die Zahl Eins zu erreichen."
Ein zweites Motiv, das Peter Eötvös diesem Werk zugrunde legt, ist die Erinnerung an Geräusche und Klänge: "Nostalgie bindet mich an Aufnahmen der 50er und 60er Jahre – meine Kindheit –, die mein musikalisches Denken grundlegend formten, festlegten. Technische Geräusche waren ein quasi natürliches Nebenprodukt der Aufnahmen, genauer der Aufnahmetechnik dieser Zeit. Die ‚Tonbandgeräusch‘-Imitation am Beginn von zeroPoints entstammt derselben Quelle, aber heutzutage, im Zeitalter fehlerloser Technik, muss diese Imitation künstlich – durch Kontrabass-Tremoli – erzeugt werden. Die Klarinetten-Signale, die das Stück eröffnen, korrespondieren mit den 1kHz Countdown-Sinustönen, die in Filmmusik-Aufnahmen Verwendung finden. Auch dies führt zum Nullpunkt: 3-2-1-0, und so beginnt Musik bei Null..." (Peter Eötvös, 2001, Vorwort zur Partitur)
Aufnahmen
zeroPoints / 5th Symphony (2001)
Peter Eötvös
Göteborgs Symfoniker · Peter Eötvös (Dirigent)
BMC
CD 063
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