Bellemou Messaoud - Le Père du Raï
Komponist: Bellemou Messaoud
Interpret: Ourad Honari - Tewil Kemal - Messaoudi Lakhtar - Bellemou Messaoud - Bellemou Milaud - Misabih Miloud - Benaffan Mohamed - Muklouf Mohamed
Booklettextautor: Christoph Herrmann
C'est pas ma faute
House of the Cultures of the World
Verlag: Wergo
Ausgabe: CD
Bestell-Nr.: SM 15212
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Beschreibung
Raï entstand während der 20er Jahre in der Gegend von Oran, der von einer Vielzahl kultureller Einflüsse geprägten Hafenstadt Algeriens. Die Musik der souks änderte sich schnell. Mit emotionsgeladenen Stimmen und schnellen Rhythmen wurden jetzt brisante Themen angesprochen: Alkohol, Sexualität, Depression und Armut. Neben der traditionellen gasbah (Flöte) und der bendir (Trommel) kamen auch Oud, Violine und Akkordeon zum Einsatz.
1965 formierte Bellemou Messaoud sein eigenes Ensemble mit Trommeln (tablas, darbouka) und Trompete - eine bis dahin nie gehörte Kombination. Der Musik seines Ensembles, die fest im Raï verankert war, fügte er Klangfarben anderer ihm vertrauter Stile wie Jazz, Cha Cha Cha, Flamenco oder Mambo hinzu. Der von einer Trompete angeführte neue Sound war eine Offenbarung für das Publikum und markiert die Wende zwischen der älteren, traditionellen und der modernen algerischen Musik. Bellemous Lieder konzentrieren sich fast ausschließlich auf die zahlreichen Facetten verschmähter Liebe - ein Sujet, das vielfältige Vorbilder und Anregungen in der arabischen Literatur kennt. Seine Musik verbindet somit Vergangenheit und Gegenwart.
Die Musik von Bellemou Messaoud, dem "Vater des Raï", wurde bei einem Konzert im Haus der Kulturen der Welt in Berlin aufgenommen.
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