Das Gesicht im Spiegel

Komponist: Jörg Widmann
Librettist: Roland Schimmelpfennig

Musiktheater in 16 Szenen

Libretto von Roland Schimmelpfennig
Revidierte Fassung 2010

Auftragswerk: Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper für die Münchner Opernfestspiele 2003
Uraufführung: 17. Juli 2003 München, Cuvilliés-Theater (D) Münchner Opern-Festspiele 2003 · Salome Kammer, Dale Duesing, Julia Rempe, Richard Salter · Dirigent: Peter Rundel · Tölzer Knabenchor · Inszenierung: Falk Richter · Kostüme: Martin Krämer · Bühnenbild: Katrin Hoffmann · Veranstalter: Bayerische Staatsoper (szenische Aufführung)
Orchesterbesetzung: 2 (2. auch Picc.) · 0 · 2 (1. auch Bassklar., 2. auch Kb.-Klar.) · 2 (2. auch Kfg.) - 2 · 1 (auch hohe Trp.) · 1 (auch Muschel) · 0 - S. (P. · 2 Trgl. · Crot. · Kuhgl. · 2 Buckelgongs · Peking-Oper-Gong · 2 Tamt. · 8 Röhrengl. · 4 chin. Beck. · Steel Drum · 4 Bong. · 4 Tamburims · 5 Tomt. · Rototoms · 2 kl. Tr. · 2 gr. Tr. · Holzbl. · Lotosfl. · Peitsche · Guiro · Mar. · Flex. · Ratsche · Trillerpf. · Clav. · Watergong · Spieluhr · Glsp. · Xyl. · 2 Xylorimba · Vibr.) (2 Spieler) - Klav. (auch Cel.) · Git. (auch Mand., Bandurria u. Banjo) · Akk. - 4 Vl. · 3 Vc. · Kb.
Personenbesetzung: Patrizia, Besitzerin eines Konzerns · hoher Sopran - Justine, Patrizias Kopie · Sopran - Bruno, Patrizias Mann und Geschäftspartner · Bariton - Milton, Bio-Ingenieur und Lehrer Justines · Bariton - Chor der Kinder (kann durch einen Frauenchor ersetzt werden)
Verlag: Schott Music
Aufführungsdauer: 145' 0''
Kompositionsjahr: 2002/2003, rev. 2010
Sprache: deutsch
Aufführungsmaterial - leihweise

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Beschreibung

Das Ehepaar Patrizia und Bruno hofft für seinen Biotech-Konzern auf den Durchbruch am desolaten Aktienmarkt: Ihrem genialen Ingenieur Milton ist es gelungen, eine lebendige Kopie Patrizias herzustellen, die sie Justine nennen. Es muss allerdings verhindert werden, dass sie sich im Spiegel ansieht: Sie darf nicht erfahren, dass sie eine Kopie Patrizias ist. Justine lernt von Milton, zu sprechen und sich zu verständigen. Auf diese Weise macht man sie auch mit ihrer Umwelt vertraut. Die beiden Männer Bruno und Milton verlieben sich in Patrizias Kopie. Patrizia und Bruno stellen ihr Produkt der Weltöffentlichkeit vor. Die Besonderheit: Justine kann Schmerz empfinden, erneuert sich jedoch sogleich nach jeder Verletzung. Bruno, dessen Beziehung zu Patrizia längst erkaltet ist, will mit Justine ein neues Leben beginnen und flüchtet mit Miltons Produktionsplänen. So verfügt er theoretisch über die Möglichkeit, Justine immer und überall reproduzieren zu können. Doch dazu kommt es nicht: Auf dem Weg nach Paris kommt er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Justine, die überraschenderweise ihrerseits Gefühle für Bruno entwickelt hat, kann diese nicht deuten. Patrizia konfrontiert Justine mit der Tatsache, dass sie lediglich eine Kopie ihrer selbst ist. Daraufhin will Justine Selbstmord begehen. Patrizia und Milton beschließen, einen neuen Prototypen zu bauen, und nach den traurigen Erfahrungen beim ersten Mal soll dieser Klon unter keinen Umständen Gefühle entwickeln.

Auszeichnungen

2003 | Uraufführung des Jahres

Uraufführung des Jahres

Kritikerpreis der Zeitschrift "Opernwelt"


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