Janusgesicht / A Twilight's Song / Lieder und Schneebilder / Vers quelque part ... - façons de partir / In Nomine
Komponist: Matthias Pintscher
Interpret: Ariane Andereggen - Claudia Barainsky - Axel Bauni - Christian Cluxen - Thorsten Encke - Tobias Engeli - Julie Moffat - Gottfried Roßner - Tabea Zimmermann
Booklettextautor: Hans-Peter Jahn
Chor: NDR Chor
Choreinstudierung: Hans-Christoph Rademann
Dirigent: Matthias Pintscher
Orchester/Ensemble: Elbtonalschlagwerk - Klangforum Wien
Verlag: Wergo
Ausgabe: CD
Bestell-Nr.: WER 65532
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Beschreibung
Bei diesem CD-Porträt Matthias Pintschers (Neuproduktionen aus dem Jahr 2001) präsentieren international gefragte Interpreten der neuen Musik Werke, die die vielen Facetten der Kompositionstech-niken Pintschers offenbaren.
Die Fermate als das Ewigkeitsmoment im Fluss der Musik beispielsweise ist konstruktives Element in der Musik Pintschers. Zu sehen und zu hören an vielen Stellen seines Schaffens, so auch in "vers quelque part ... - façons de partir". Sie könnten als Gliederungskonstanten in seinem Werk verstanden werden, auch wenn sie sich häufig beim zweiten Hören nicht als Pausen, sondern umgedeutet als bloße Besinnungszäsuren im Umkreis fiebernder Erregung entpuppen.
Die Leichtigkeit der Setzung blitzt auf in "Janusgesicht", und zwar sowohl im sichtbaren Bild der Partitur für Viola und Cello als auch im klanglichen Ergebnis.
In "Lieder und Schneebilder" treibt den Komponisten der Wunsch, die komplizierte Form der Lyrik ins Musikalische zu überführen und damit über den Text hinaus zu wachsen. Dabei gerät nichts künstlich oder extravagant, rührselig oder geschmacklos, sondern bescheiden und fast nebensächlich.
Die Besetzung von "A Twilight’s Song" riskiert eine Klanglichkeit, die alles andere als kammermusikalisch stabil ist. Es entsteht eine Heterogenität und ein Inszenieren am Text von Cummings mit raffinierter Instrumentation, die jeweils die Instrumenten-Identifikation erschwert. So gebettet tritt gestikulierende Emphase zugunsten geladener Beherrschtheit zurück.
"In nomine" schließlich, ist nur scheinbar eine Etüde. Die Komposition ist eine Selbstbeschreibung des interpretierenden Streichers mit den Farben der Palette in Matthias Pintschers Hand.
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