Werk der Woche - George Gershwin: Rhapsody in Blue

In Rhapsody in Blue gibt George Gershwin auf einmalige Weise den amerikanischen Zeitgeist der zwanziger Jahre wieder. Ihm gelang es als einem der ersten Komponisten, den Jazz in die Kunstmusik zu integrieren. Mit dem Meisterwerk für Klavier und Orchester geht das Orquesta Filarmónica de Gran Canaria ab dieser Woche auf Deutschland-Tournee. Am Montag, dem 6. Februar 2012, ist der Eurogress in Aachen die erste Station. Unter der Leitung von Pedro Halffter wird Pianist und Schott-Komponist Fazil Say als Solist auftreten.

Schon die Uraufführung 1924 in New York war ein voller Erfolg und konnte weltweit Aufsehen erregen. Gershwin selbst saß am Klavier und beeindruckte das Publikum mit seinem neuartigen Werk. Als "Experiment in Modern Music" wurde das Stück von Auftraggeber und Dirigent Paul Whiteman bereits angekündigt, noch bevor Gershwin von dem Kompositionsauftrag wusste. Rhapsody in Blue zeugt von einer großen melodischen sowie rhythmischen Erfindungsgabe und der perfekten Beherrschung technischer Mittel. Dieser "symphonische Jazz" weicht von den damals gebräuchlichen Formmustern ab und war zu seiner Zeit einmalig. Viele der Melodien sind mittlerweile weltberühmt.

Ich höre sie als eine Art musikalischen Kaleidoskops von Amerika, unseres riesigen Schmelztiegels, unseres unnachahmlichen nationalen Elans, unseres großstädtischen Wahnsinns. George Gershwin

Am 7. Februar 2012 ist Rhapsody in Blue in der Düsseldorfer Tonhalle zu hören. Weitere Stationen des Orquesta Filarmónica de Gran Canaria sind bis zum 16. Februar 2012 Köln, Braunschweig, Osnabrück, Hamburg, München, Regensburg und Wiesbaden.

(06.02.2012)



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