Werk der Woche - Herbert Willi: ego eimi

In seinem vierteiligen Konzertzyklus "Montafon" gelingt es dem österreichischen Komponisten Herbert Willi (Foto, rechts), hochvirtuose Musik mit der Besinnung auf verborgene Klänge zu verbinden. So entwirft er ein einzigartiges Portrait der Landschaft seiner Heimat. Nach der Salzburger Uraufführung vor fünf Jahren und zahlreichen Folgeaufführungen wird das Klarinettenkonzert ego eimi aus dem Zyklus "Montafon" am Samstag, dem 10. Dezember 2011, im großen Saal des Wiener Musikvereins zu hören sein. Das Abonnementkonzert der Wiener Philharmoniker wird von Stardirigent Gustavo Dudamel (Foto, links) geleitet, Solist ist Matthias Schorn.
Den opulenten Orchesterpassagen und virtuosen Soli der Klarinette stehen ruhige, in sich gekehrte Momente gegenüber. Während sich die Zuhörer in den ersten beiden Konzerten des Zyklus "Montafon" auf eine musikalische Reise begeben, richtet sich der Blick des Komponisten im Klarinettenkonzert mehr auf den verweilenden Augenblick.
Ego eimi, was so viel bedeutet wie "ich bin", im Sinne von Martin Bubers Satz: "Ich bin dort, wo Du auch bist". In jedem von uns wohnt ein bestimmter Klang, der oft verschüttet ist und der immer wieder neu entdeckt werden will. Herbert Willi
Auch am Sonntag, dem 11. Dezember 2011, bietet sich die Gelegenheit, ego eimi im Wiener Musikverein zu hören, zusätzlich findet am 6. Dezember ein Schülerkonzert im Wiener Konzerthaus sowie am 9. Dezember im Rahmen der Jeunesse-Konzerte eine öffentliche Generalprobe im Musikverein statt.
- Herbert Willi - Profil
- Musikverein Wien
- Hommage an eine Landschaft: Finale von Herbert Willis "Montafon"-Zyklus
Foto Montafon Panorama: Friedrich Böhringer
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