Werk der Woche - Christian Jost: Mikropolis

Ungewohnte Akteure tummeln sich in Christian Josts neuestem Werk Mikropolis – die abenteuerliche Insektenoper. Am Sonntag, dem 30. Oktober 2011, wird die Kinderoper nach dem Libretto von Michael Frowin an der Komischen Oper Berlin uraufgeführt. Am Pult steht der Komponist selbst.

In der Stadt wird das Leben bekanntlich nie langweilig. Es ist immer etwas los – nicht nur bei den Menschen. Ameise Annabelle, Spinne Natalie, der aus China stammende Marienkäfer Kung, die griechische Stubenfliege Kostas und die türkische Bremse Erdal leben in Mikropolis ein Großstadtleben in Saus und Braus. Den Freunden scheint nichts zu fehlen, bis Grille Gesine auftaucht. Sie erzählt wehmütig von saftigen grünen Wiesen und weckt damit bei den kleinen Stadtbewohnern die Sehnsucht. Natalie und Annabelle wollen sich sofort auf die Suche nach diesem unbekannten Ort machen. Doch Kostas, Kung und Erdal wollen davon nichts wissen. Sie stecken Gesine kurzerhand in einen Laubsauger und ziehen damit den Zorn von Natalie und Annabelle auf sich. Nun ist Teamarbeit unter den so verschiedenen Insekten gefragt, um die Grille zu retten und sie vielleicht wieder auf ihre geliebte Wiese zurückzubringen.

Die Geschichte, in der sieben Großstadtinsekten allerhand Abenteuer, fast einem "roadmovie" gleich, durchleben, wird in hoffentlich vielen kleinen Besuchern die Liebe zur Oper wecken. Christian Jost

Die farbenfrohe und humorvolle Oper ist bis zum 18. Februar 2012 an zehn Terminen an der Komischen Oper Berlin zu sehen. Zu Mikropolis ist ein gleichnamiges Bilderbuch von Michael Frowin mit Illustrationen von Joëlle Tourlonias beim Verlagshaus Jacoby& Stuart erschienen.

(24.10.2011)



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