Werk der Woche - Jörg Widmann: Con brio

Unaufhaltsam spielt sich Jörg Widmanns Konzertouvertüre Con brio durch die Konzertsäle der Welt und feiert einen Erfolg nach dem anderen. In den drei Jahren seit der Uraufführung wurde sie von zahlreichen namhaften Dirigenten in vielen Ländern der Welt interpretiert. Der Erfolgszug wird in dieser Woche mit sieben Aufführungen fortgeführt: Christoph von Dohnányi und das Israel Philharmonic Orchestra präsentieren die israelische Erstaufführung am 13. Oktober 2011 im Smolarz Auditorium der Universität Tel Aviv. Weitere Aufführungen folgen vom 14. bis 17. Oktober sowie am 19. und 20. Oktober.
Das wichtigste in meiner Künstlerkarriere ist es, Tradition und Innovation zu verbinden.
Seinem Leitsatz bleibt Widmann unter anderem durch das Komponieren starker Effekte, Akzente und Kontraste treu. So auch bei Con brio, einem Auftragswerk des Bayerischen Rundfunks, in dem sich Widmann auf musikalische Charakteristika von Ludwig van Beethovens 7. und 8. Sinfonie bezieht. Seine Anknüpfungspunkte sind vor allem spezifische schnelle Bewegungstypen bei Beethoven, die er kongenial in seine Klangsprache übersetzt. Für sein Stück wählt Widmann exakt die Besetzung der Beethoven-Sinfonien und stellt sich der Aufgabe, mit diesen reduzierten Mitteln einen ähnlichen "Furor und rhythmisches Drängen" (Widmann) zu entfachen, wie bereits die im Werktitel inbegriffene Tempobezeichnung "con brio" - mit Feuer - vermuten lässt.
Und auch für 2012 ist eine nationale Erstaufführung geplant: Am 3. März 2012 präsentiert das New Creations Festival Con brio mit dem Toronto Symphony Orchestra unter der Leitung von Peter Eötvös zum ersten Mal in Kanada.
- Jörg Widmann - Profil
- Mehr Informationen zu Con brio und vollsändige Partitur zum Blättern
- Website des Israel Philharmonic Orchestra
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