Werk der Woche - Peteris Vasks: Epifania

Die Streichorchesterwerke von Peteris Vasks erfreuen sich großer Beliebtheit. Der lettische Komponist versteht es wie kaum ein anderer, Streichern bei moderaten spieltechnischen Anforderungen eine ungeheure klangliche Vielfalt und emotionale Tiefe einzuhauchen.
Das neueste Stück in dieser Reihe heißt Epifania und wird am 29. Juli 2011 in der finnischen Stadt Kokkola erstmals aufgeführt. Das Ostrobothnian Chamber Orchestra spielt unter der Leitung von Juha Kangas. Der Komponist erläutert:
Epifania ist dem finnischen Dirigenten Juha Kangas gewidmet, der im letzten Jahr seinen 65. Geburtstag feierte. Seit er 1991 meine I. Symphonie "Balsis · Stimmen" uraufgeführt hat, sind wir eng befreundet. Epifania ist eine kleine, stille Komposition, ein sehr getragener Streichergesang, überwiegend con sordino gespielt. Am Anfang wird ein lyrisches Thema vorgestellt, das dann im Mittelteil in gesteigerter Erregung variiert wird, um zum Schluss ein drittes Mal in der Umkehrung zu erklingen. Dabei zitieren die geteilten Violinen ein altes lettisches Volkslied. Für mich steht über dem Werk als unausgesprochenes Motto die Frage: Was bleibt am Ende eines Lebens voller Musik? Peteris Vasks
Partitur ansehen:
Bei unserem Label WERGO sind zwei CDs mit Streichorchesterkompositionen von Peteris Vasks erschienen, die Ihnen einen Einblick in seinen Klangkosmos bieten:
Viatore (2008)
Sinfonietta Riga
WERGO WER-67052
Cantabile per archi / Botschaft / Musica Dolorosa / Symphonie 'Stimmen' (1993)
Latvijas Filharmonijas Kamerorkestris, Latvijas Nacioñalais Simfoniskais Orkestris, Riga
WERGO WER-62202
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