Werk der Woche - Erich Wolfgang Korngold: Der Ring des Polykrates

Eine echte Rarität des Musiktheaters im frühen 20. Jahrhunderts hat das süditalienische Festival della Valle d'Itria in diesem Jahr zu bieten: Ab dem 24. Juli steht Der Ring des Polykrates von Erich Wolfgang Korngold auf dem Programm. Im Palazzo Ducale der Stadt Martina Franca ist der 1916 in München uraufgeführte Einakter in der Inszenierung von Franco Ripa di Meana zu sehen.

Als Korngold an Der Ring des Polykrates arbeitete, war er gerade einmal 16 Jahre alt. Das heitere, etwa einstündige Werk in zehn Szenen gilt als Prüfstück für den jungen Komponisten. In ihm erzeugt die Lektüre von Schillers Ballade 'Der Ring des Polykrates' Verwicklungen zwischen mehreren Liebespaaren. Alles wird gut, nachdem Schillers Werk aus dem Fenster und ein unliebsamer Nebenbuhler aus der Stadt geworfen wird. Nach der erfolgreichen Uraufführung wurden Korngold zahlreiche Libretti zur Vertonung angeboten und nur wenig später feierte er mit den Opern Violanta und Die tote Stadt immer größere Erfolge.

In der kommenden Spielzeit ist die Produktion des Festival della Valle d'Itria auch in Deutschland zu sehen. Am 2. März 2012 ist am Theater Lübeck Premiere.

(18.07.2011)




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