Werk der Woche - Toshio Hosokawa: Matsukaze

Am 3. Mai erlebt am Theater La Monnaie | De Munt in Brüssel die neue Oper Matsukaze des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa ihre Uraufführung. Bereits im April hatte das Theater die Kammeroper Hanjo präsentiert, um das Publikum mit der faszinierenden Klangsprache Hosokawas vertraut zu machen.
Matsukaze wird von Star-Choreographin Sasha Waltz inszeniert und in einem spektakulären von Fadengespinsten durchzogenen Bühnenbild der Berliner Künstlerinnen Pia Maier-Schriever und Chiharu Shiota dargeboten. Am Pult steht Pablo Heras-Casado.
Toshio Hosokawas dritte Oper Matsukaze (dt. "Kiefernwind") basiert auf dem gleichnamigen No-Theaterstück von Zeami, einem der Pioniere des traditionellen japanischen Theaters. Hosokawas Absicht war es, das traditionelle Genre der Oper mit diesem Werk, dessen Dramaturgie sich elementar von westlicher Theaterästhetik unterscheidet, neu zu beleben:
Ich habe Matsukaze, das ich für eines von Zeamis besten Werken halte, ausgesucht, um durch ein überarbeitetes Libretto, durch meine Musik und neue Handlungselemente ein Werk des neuen Musiktheaters zu gestalten, das auf den Elementen des No- -Theaters aufbaut, aber im Heute lebt. (Toshio Hosokawa)
Bis zum 11. Mai ist Matsukaze beinahe täglich in Brüssel zu sehen. Danach geht die Produktion auf Europa-Tour und kommt ab dem 31. Mai am Teatr Wielki Warschau, ab dem 9. Juni am Grand Théatre de Luxembourg und ab dem 15. Juli an der Staatsoper im Schillertheater Berlin zur Aufführung.
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