Werk der Woche - Rodion Shchedrin: Lolita

Die Internationalen Maifestspiele der Landeshauptstadt im Hessischen Staatstheater Wiesbaden 2011 feiern ihre Eröffnungspremiere am 30. April mit der deutschen und deutschsprachigen Erstaufführung von Rodion Shchedrins Oper Lolita. Das Orchester wird vom Generalmusikdirektor des Hauses Marc Piollet geleitet. Die Inszenierung stammt von Konstanze Lauterbach, bestens bekannt in Wiesbaden durch ihre erfolgreiche Regie von Massenets "Werther" und Bergs "Lulu". Die Titelpartie (wie auch in "Lulu") übernimmt die australische Sängerin Emma Pearson.

Der russische Komponist Rodion Shchedrin, der am Premierenabend anwesend sein wird, vertonte bereits mehrere Meisterwerke der russischen Literatur, so unter anderem Tolstojs "Anna Karenina" (1972) und Tschechovs "Die Möwe" (1979).

Die Literaturoper Lolita basiert auf dem gleichnamigen Skandalroman von Vladimir Nabokov über die schicksalhafte Liebe von Humbert Humbert (gesungen von Sébastien Soulès) zu der 12-jährigen Lolita. Shchedrin schafft daraus ein Meisterwerk für die Bühne, das 1994 seine Uraufführung an der Kungliga Operan in Stockholm erlebte.

Der Komponist hat die Verwendung moderner Kompositionsverfahren nie als Selbstzweck betrachtet und blieb in seinem ästhetischen Credo ein der musikalischen Intuition vertrauender Komponist, dessen Klangsinnlichkeit – bei aller strukturellen Komplexität – einen unmittelbaren Zugang zu seiner Musik ermöglicht.

Die nächste Aufführung von Lolita findet am 16. Mai statt. Weitere Vorstellungen sind geplant. Für Informationen dazu und andere interessante Konzerte besuchen Sie bitte auch unseren Konzertkalender.

Photo: Kungliga Operan Stockholm

(25.04.2011)



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