Werk der Woche - Krzysztof Penderecki: Lukas-Passion

Unter der Leitung des Komponisten Krzysztof Penderecki präsentiert die Dresdner Philharmonie am 26. und 27. März die "Lukas-Passion". An den Aufführungen dieses Meilensteins der Musik unserer Zeit im Dresdner Kulturpalast sind Sandra Trattnigg (Sopran), Artur Rucinski (Bariton), Tomasz Konieczny (Bassbariton) und Ahmad Mesgarha (Sprecher) sowie der MDR Rundfunkchor Leipzig und der Philharmonische Kinderchor Dresden beteiligt.
1966 erlangte Penderecki durch die Uraufführung des Werks im Dom zu Münster schlagartig Berühmtheit. Das Auftragswerk des WDR trägt den Titel Passio Et Mors Domini Nostri Jesu Christi Secundum Lucam (Der Tod und das Leiden unseres Herrn Jesus Christus nach Lukas), ist aber gemeinhin als "Lukas-Passion" bekannt geworden. Es verwendet neben Texten aus dem Lukas-Evangelium auch Psalmen, Passagen aus dem Johannes-Evangelium sowie liturgische Texte der Karwoche. Die musikalischen Mittel sind die des Avantgardisten Penderecki: Cluster, Mikrotonalität und serielle Elemente. Als Hommage an die großen Passionswerke von Johann Sebastian Bach setzt er Zwölftonreihen ein, die auf das Motiv B-A-C-H in seinen Permutationen enden.
Mein Ziel war die Abkehr von einer statischen Schilderung, von einer reinen Nacherzählung des Evangeliums. Die Passion ist von ihrem Ansatz her ein dynamisches, manchmal sogar grausames Erlebnis. (Krzysztof Penderecki)
Das Konzert wird von Deutschlandradio Kultur mitgeschnitten und am 18. April zum Beginn der Karwoche gesendet.
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