Werk der Woche - Alexander Goehr: TurmMusik / Tower Music

Alexander Goehr ist eine prägende Persönlichkeit der zeitgenössischen Musik mit hohem internationalem Renomee. Während seiner 60 Jahre andauernden Karriere hat er zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, wie zum Beispiel kürzlich den Britischen Komponistenpreis für sein Kammermusikwerk Since Brass nor Stone.
Um Goehrs musikalisches Wirken zu würdigen, präsentiert das Royal Northern College of Music in Zusammenarbeit mit der BBC Philharmonic am 8. Juni in Manchester ein zweitägiges Goehr Festival unter dem Motto "Sing, Ariel, The Music of Alexander Goehr". Es werden insgesamt zwölf Werke des Komponisten aufgeführt, darunter Three Pieces für Klavier, op. 18 und ... around Strawinsky op. 72. Den Höhepunkt bildet schließlich die Uraufführung des neuen Hauptwerks, TurmMusik / Tower Music, das vom BBC Philhamonic orchestra und dem Baritonsänger Nigel Robson interpretiert wird. Die Aufführung unter der Leitung von HK Gruber findet am 9. Juni im BBC Studio 7 in der Oxford Road in Manchester statt. Nigel Robson wird auch als Gloucester in Goehrs neuer Oper Promised End mitwirken, die am 9. Oktober von der English Touring Opera unter der Leitung von Ryan Wigglesworth im Linbury Theatre im Royal Opera House präsentiert wird. Weitere Aufführungen in Malvern, Cambridge, Exeter und Snape werden demnächst angekündigt.
Das vom BBC in Auftrag gegebene TurmMusik / Tower Music reflektiert die metaphorische Funktion von Türmen. Goehr schreibt dazu: "Türme stehen für das Streben nach Oben, sowohl im physikalischen als auch im spirituellen Sinne. Die Zerstörung eines Turms kann eine Bestrafung - aber auch eine Befreiung – der Menschheit vor ihrem Größenwahn bedeuten." Anhand von Texten von Franz Kafka, dem Mystiker Jacob Böhme und Friedrich Dürrenmatt erkundet Goehr das Verlangen der Menschheit, Türme zu errichten, das sie angesichts der Unerreichbarkeit des angestrebten Ziels verzweifeln lässt.
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