Werk der Woche - Peteris Vasks: Credo

Eine expressive, direkte und bewusst ungekünstelte Klangwelt sowie Naturlaute sind Merkmale des jüngsten Werks von Peteris Vasks. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Markus Poschner wird Credo am Montag, dem 26. April, durch die Bremer Philharmoniker uraufgeführt. Gleichzeitig beschließt das im Auftrag der Philharmonischen Gesellschaft Bremen entstandene Werk den "Bremer Zyklus". Im Rahmen dessen wurden zwischen 2007 und 2010 insgesamt vier Kompositionsaufträge vergeben: Begonnen mit Sir Peter Maxwell Davies' Das Rauschende der Farbe 2007, kamen in den beiden folgenden Jahren Krzysztof Pendereckis Concerto per corno ed orchestra sowie Suspense von Christian Jost zur Uraufführung.
Credo stellt Vasks’ musikalische Antwort auf die gewaltigen Konflikte von konfusen wirtschaftlich-politischen Verhältnissen und riesigen ökologischen Problemen dar. Zu seiner neuen Orchesterkomposition merkt Vasks an: "Wir leben in einer Zeit, in der Unduldsamkeit und Hass unter Menschen, Völkern, Ländern und sogar Religionen immer mehr zunehmen. Ideale und tradierte Werte werden vom Konsumkult immer stärker verdrängt. Was soll ein Komponist in dieser Zeit tun? Meiner Meinung nach hat man so leidenschaftlich wie nie zuvor die Möglichkeit, Harmonie, Vorhandensein der Ideale, Kraft des Glaubens und Liebe zu verkünden."
Welch besonderes Ereignis die Uraufführung des außergewöhnlichen Komponisten bedeutet, kommt in den Worten von Dirigent Markus Poschner zum Ausdruck: "Mit kochendem Blut sind seine Partituren geschrieben. Ein hoch sensibler und intensiver Musiker, auf dessen Eintreffen und Wiedersehen in Bremen ich mich beinahe kindisch freue. Und vor allen Dingen auf sein neuestes Werk..."
Nach der Uraufführung wird das Werk tags darauf noch ein weiteres Mal im Großen Saal der Bremer Glocke zu hören sein.
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