"Sternstunde": Medea an der Wiener Staatsoper uraufgeführt

"Eine Opernuraufführung wird zur Sternstunde: Aribert Reimanns Medea an der Wiener Staatsoper." So beschreibt der Rezensent der Welt den Abend des 28. Februars in Wien. Publikum und Kritik feiern gemeinsam den Komponisten und die Interpreten:

"Frenetischer Applaus, er scheint kein Ende nehmen zu wollen - tatsächlich dauert er fast fünfundzwanzig Minuten: ein schöner Triumph für die zeitgenössische Musik." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Für den Kurier aus Österreich ist Medea "ein grandioses musiktheatralisches Werk und der Komponist Aribert Reimann ein Meister seines Faches. Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass man immer noch (oder wieder?) attraktive Opern für ein großes, als altmodisch verschrienes Publikum schreiben kann, der Meister aus Berlin hat ihn erbracht." Und Der Standard ergänzt: "Aribert Reimann ist ein kompaktes, schillerndes Werk gelungen, das unzweifelhaft Spuren jahrzehntelanger Musiktheatererfahrung in sich birgt. Daneben aber auch eine gehörige Portion Musikfeuer entfacht, das man manch reifem Spätwerk nicht unbedingt andichten möchte."

Beinahe erleichtert klingen die Salzburger Nachrichten darüber, dass "es sie noch gibt, die zeitgenössische Oper als Fest der Stimmen, mit packender Musik, mit einer archetypischen, spannenden Geschichte und einer Überdosis von Gefühlen, die einen so schnell nicht zur Ruhe kommen lässt. Mit lang anhaltendem, einhelligem Jubel für alle Beteiligten ging am Sonntag die Uraufführung von Medea zu Ende. Der deutsche Komponist Aribert Reimann hat mit dem Auftragswerk für die Wiener Staatsoper einen bewundernswerten Volltreffer gelandet."

Besondere Bewunderung gilt in allen Rezensionen der Sängerin der Titelpartie: "Dass der Berliner Komponist wusste, wem er die Rollen schreibt, war vor allem für seine Medea Marlis Petersen ein Glücksfall wie einst für Fischer-Dieskau der Lear", schreibt die Frankfurter Rundschau, "überwältigend, wie sie vertrackte Vokallinien gleißen lässt, wie ihr Kolorit zwischen sengender Liebe und Bestialität changiert" die Wiener Zeitung.

Schott Music gratuliert allen Mitwirkenden zu diesem grandiosen Erfolg! 


Fotos: Marlis Petersen und  Elisabeth Kulman (oben - Foto: Wiener Staatsoper / Axel Zeininger), Marlis Petersen und Adrian Eröd (mitte - Foto: Wiener Staatsoper / Axel Zeininger), Aribert Reimann und Marlis Petersen (unten - Foto: Peter Andersen)

(03.03.2010)



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