Förderungen der Ernst von Siemens Musikstiftung für Kompositionen

Die renommierte Ernst von Siemens Musikstiftung vergibt 2010 Fördergelder für eine große Zahl spannender Kompositionsaufträge. Neben der rückwirkenden Unterstützung der eben uraufgeführten Oper Die Tragödie des Teufels von Peter Eötvös an der Bayerischen Staatsoper (Vorbericht lesen) werden neue Werke von Dieter Schnebel, Benjamin Schweitzer,  Hans Werner Henze, Heinz Holliger und Toshio Hosokawa gefördert.

Zum Thema "Utopie" wird es im November 2010 das erste Musiktheater-Projekt am Berliner Konzerthaus geben. Der in Berlin lebende Komponist Dieter Schnebel kündigt "eine Komposition von serialisierten Vokalaktionen in räumlicher Bewegung" an. Beim ECLAT-Festival Stuttgart wird das Werk im Februar 2011 erneut auf die Bühne kommen.

Benjamin Schweitzer arbeitet zurzeit an dem Projekt "Go North!" für das Ensemble adapter. Landscape with Deserted House ist der Titel seines Werks, das im September 2010 in Reykjavík aus der Taufe gehoben wird und in der Folge auch in Finnland und Dänemark zu hören sein wird.

Für sein 800-jähriges Bestehen im Jahr 2012 plant der Thomaerchor Leipzig einen Zyklus neuer Werke zu den Hochfesten des Jahres. Die Aufträge dazu an Hans Werner Henze und Heinz Holliger werden von der Ernst von Siemens Musikstiftung gefördert. Den Komponisten steht die Textwahl frei, was es umso spannender macht, den Bezug zum liturgischen Kontext auszuloten.

Immer wieder unternimmt der japanische Komponist Toshio Hosokawa Ausflüge in christlich-geistliche Kompositionen. Für das Mahler Chamber Orchestra arbeitet er nun an seinem Werk Schöpfung, das am 2. Oktober 2010 gemeinsam mit dem WDR Chor in Baden-Baden zur Uraufführung gelangen wird.

(02.03.2010)



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