Werk der Woche - Victor Kissine: Post-scriptum

Am kommenden Donnerstag, dem 4. März 2010, findet die Uraufführung des neuen Werks Post-scriptum von Victor Kissine unter der Leitung von Michael Tilson Thomas in San Francisco statt. Das im Auftrag der San Francisco Symphony entstandene 17-minütige Orchesterstück wird in der Davies Symphony Hall dargeboten.
Zum Aufbau seiner Komposition gibt der russische Komponist dem Publikum folgende Informationen an die Hand: "In formaler Hinsicht ist dieses Stück eine Variation auf das Thema in Charles Ives’ The Unanswered Question. Was wir tatsächlich hören, ist ein Thema, das aus einer Reihe von fünf Klängen konstruiert ist. Trotzdem kann man sagen, dass es sechs Klänge sind, weil jedes Mal, wenn die Frage wiederholt wird, sich der letzte Klang verändert, indem er mit dem vorangegangenen das Intervall entweder einer kleinen oder einer großen Terz bildet. Idee, Sujet, Form, tonale Ordnung und Orchestrierung meines Post-scriptum basieren exakt auf dieser alternierenden Sequenz.“
Weitere Aufführungen in San Francisco folgen am 5., 6. und 7. März, darüber hinaus sind Konzerte mit Post-scriptum in Philadelphia, Ann Arbor, Washington, Champaign-Urbana und der New Yorker Carnegie Hall geplant. Kissines Werke erscheinen beim Musikverlag M.P. Belaieff, der weltweit exklusiv durch Schott vertreten wird.
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