Hommage an eine Landschaft: Finale von Herbert Willis "Montafon"-Zyklus

Mit dem Konzert für Horn und Orchester Äon wird am 7. März 2008 im Wiener Musikverein der letzte Teil von Herbert Willis "Montafon"-Zyklus uraufgeführt. Stefan Dohr, Solohornist der Berliner Philharmoniker, übernimmt den Solopart. Er wird dabei vom Radio-Symphonieorchester Wien unter der Leitung von Yutaka Sado begleitet.

Herbert Willi huldigt in seinem "Montafon"-Zyklus dem gleichnamigen Tal im österreichischen Vorarlberg, der Heimat des Komponisten. Die unberührte Landschaft und die "hörbare Stille" dieser Gegend faszinieren und inspirieren ihn. In allen vier Instrumentalkonzerten des Zyklus schreibt Willi daher eine Musik, in deren Zentrum die Bedeutung von Stille und innerer Einkehr steht. Neben dem Hornkonzert gehören dazu das Trompetenkonzert Eirene (2001) - ebenfalls vom RSO Wien uraufgeführt -, das Konzert für Flöte, Oboe und Orchester ...geraume Zeit... (2002/03) und das Klarinettenkonzert ego eimi (2005/06), ein Auftragswerk der Salzburger Festspiele, das Sharon Kam uraufführte.

Der Titel des dreisätzigen Konzerts Äon spielt darauf an, dass sich hier wie zum Abschluss eines Zeitalters vieles aus den bisherigen "Montafon"-Werken zusammengefasst wieder findet und zur Vollendung gelangt. In den beiden Außensätzen kann der Solist mit Brillanz und Virtuosität glänzen, dazwischen steht ein mit "Molto espressivo, dolce" überschriebener Satz. Kennzeichen des Finales ist ein Marschrhythmus, der klangliche Verklärung führt und schließlich in die Stille mündet.

Foto Stefan Dohr: Frank Struck
(28.02.2008)



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