Werk der Woche - Bohuslav Martinu: Slzy noze
Im Berliner Konzerthaus findet in dieser Woche am 21. September eine besondere Premiere statt, die mehrere Kurzopern des großen tschechischen Komponisten Bohuslav Martinu umfasst. Darunter findet sich neben Le raid merveilleux der Einakter Slzy noze, was übersetzt "Die Tränen des Messers" bedeutet. In der Inszenierung von Cornelia Heger spielt das modern art enselbe unter der Leitung von Gerd Herklotz.
Das lange Zeit nur unter dem Titel "Les Larmes du couteau" bekannte Werk (der korrekte französische Titel ist "Larmes de Couteau") ist ein surreales Stück, das zwischen Lebenden und Toten, Saturn und Satan spielt. Die grausame Handlung, in der ein Mensch über die gesamt Dauer der Aufführung am Galgen hängt, um am Ende als Satan aufzuerstehen hat die geplante Uraufführung in Baden-Baden verhindert. Erst in den letzten Jahren wurde das Potential von Slzy noze entdeckt. So fanden etwa innerhalb des vergangenen Jahres Produktionen in Münster, Stuttgart und London statt.
Kürzlich ist bei Schott das umfangreiche kommentierte Martinu-Werkverzeichnis mit Biographie von Harry Halbreich veröffentlicht worden, in dem auch die Rezeptionsgeschihte des Komponisten ausführlich behandelt wird.
Bohuslav Martinu: Profil
Konzerthaus Berlin
Werkinformationen zu Slzy noze
Informationen zum neuen Werkverzeichnis von Harry Halbreich
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