New Publications from Schott New York

Unter den aktuellen Produktionen von Schott New York erscheinen in diesen Tagen zwei besonders interessante Titel: Joseph Schwantners Velocities (ED 30002) für Marimba solo und Lee Hoibys Chorwerk Last Letter Home (ED 30013) für Männerchor a cappella.
 
Schwantner komponierte Velocities (Moto perpetuo) 1990 im Auftrag der Percussive Arts Society mit dem National Endowment for the Arts Consortium Commissioning Grant. Es wurde für den Schlagzeuger Leigh Howard Stevens und die anderen Mitglieder des Zusammenschlusses, darunter William Moersch und Gordon Stout, geschrieben. Stevens präsentierte die Uraufführung am 27. Oktober 1990 im schwedischen Göteborg, gefolgt von der amerikanischen Erstaufführung am 9. November 1990 bei der Percussive Arts Society International Convention held in Philadelphia. Wie der Titel nahe legt, wird die Musik von einer sich fortlaufend entwickelnden Struktur schneller Bewegungen innerhalb permanenter metrischer Wechsel charakterisiert. Die neue Ausgabe Velocities ist die Veröffentlichung der gerade fertig gestellten überarbeiteten Fassung.
 
Last Letter Home von Lee Hoiby ist die Vertonung eines Briefes, den der US-Soldat Jesse Givens an seine Familie schrieb. Der Panzerführer befand sich einen Monat im Irak als am sein Panzer 1. Mai 2003 in einen Kanal am Euphrat stürzte. Die übrige Besatzung konnte sich durch eine Luke retten, doch für Givens gab es kein Entkommen mehr und er starb im Panzer. Hoibys Intention war es, in dem dreistimmigen Werk (TBarBar) die Wörter Givens so deutlich wie möglich in Musik zu setzen. Last Letter Home ist ebenso in Version für Bariton und Klavier sowie für Streichquartett und Orchester erhältlich.
 
(19.09.2007)



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