Wiedereröffnung der Royal Festival Hall in London

Royal Festival HallNach ihrer grundlegenden Sanierung und Modernisierung hat die Royal Festival Hall in London am 11. Juni 2007 ihre Tore wieder geöffnet. Zwei Jahre hatte man sie geschlossen, um die viel bemängelte Akustik und Infrastruktur zu verbessern. Das charakteristische Gebäude am Südufer der Themse begrüßt sein Publikum nun mit der Vorschau auf eine aufregende erste Spielzeit im neuen Gewand.
 
Unter den vielen Highlights im Programm 2007/2008 findet sich ein dem Werk Luigi Nonos gewidmetes Festival. „Luigi Nono: Fragments in Venice“ wandelt auf den Spuren des Komponisten in seiner geheimnisvollen Heimatstadt und präsentiert den ganzen Herbst über Konzerte der London Sinfonietta, des Arditti String Quartet und der Royal Academy of Music.

Im November wirft das London Philharmonic Orchestra einen intensiven Blick auf Erich Wolfgang Korngold. Als kompositorisches Wunderkind in Wien geboren war er vor dem Zweiten Weltkrieg in die USA ausgewandert, um Hollywood-Komponist zu werden. So wird sich das Konzert am 2. November mit seinen Filmpartituren auseinandersetzen, darunter The Sea Hawk und The Constant Nymph. Am 14. November führen dann der Violinist Nikolaj Znaider und Chefdirigent Vladimir Jurowski das großartige Violinkonzert auf. Abermals unter der Stabführung von Jurowski wird es am 21. November eine konzertante Aufführung der selten gespielten Korngold-Oper Das Wunder der Heliane geben.

Weitere Höhepunkte der Saison umfassen Noblissima Visione von Paul Hindemith mit dem Chicago Symphony Orchestra und Riccardo Muti am 5. Oktober und das Konzert der Britten Sinfonia unter Alina Ibragimova mit Karl Amadeus Hartmanns Concerto funebre am 24. Oktober.

Auch Musik von lebenden Komponisten steht in großer Zahl auf dem Spielplan. Darunter findet sich Evening Songs von Mark-Anthony Turnage am 2. Februar 2008 und ein Portraitkonzert mit Kammermusik von Peter Eötvös. Darüber hinaus gibt es zwei Konzerte mit Musik von Hans Werner Henze: Adagio, Fuge und Mänadentanz wird am 25. September von Christoph von Dohnanyi und dem London Philharmonic Orchestra, die Sonata für Streicher am 20. Januar wiederum mit Vladimir Jurowski aufgeführt.
 
(15.06.2007)



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